Omas Geburtstag

Eigentlich wollte ich heute schreiben: “Endlich! Es ist etwas kühler geworden…“ Aber es ist nicht kühler geworden, obwohl sie für heute fünf Grad weniger angesagt hatten. Vielleicht in Skandinavien, aber nicht hier! Eben hatten wir 36 Grad auf der Terrasse und nur ein paar winzig kleine weiße Streifen am Himmel. Auf dem Weg zum superottica (es heißt nämlich ottica, obwohl es ein Mann ist, und man durchaus ottico sagen kann) habe ich mein Hemd mal wieder so was von durchgeschwitzt, und der ist fünf Gehminuten von hier entfernt! Apropos Fotos (ich benutze diese Worte häufig)! Am Mittwoch sollten sie fertig sein, aber da waren sie noch in der Mache, ich solle doch am Donnerstagabend noch mal vorbeischauen. Gestern war ich aber nicht da, also bin ich eben noch mal hin. Sie haben da wohl ein Problem mit der Maschine, es täte ihnen Leid, aber vielleicht heute Nachmittag. Ich glaube, ich werde nächste Woche Freitag noch mal dahin gehen. Dann sind sie auch wirklich fertig, zur Not muss sie mir die Mena nach Deutschland schicken…

Gestern hatte meine Nonna Geburtstag. Sie ist 82 Jahre alt geworden. Aber bevor wir zu ihr gefahren sind, war ich erst mit der Mena beim Zahnarzt. Sie musste sowieso da hin, und mir ist vor ein paar Tagen ein kleines Stückchen von einem Weisheitszahn abgebrochen. Nicht im Suff, auch keine Schlägerei, ehrlich gesagt habe ich es erst beim Essen gemerkt, als ich mir mit der Zunge über die Zähne gegangen bin. Er sagte, es wäre nicht schlimm, ich könne also mit der Behandlung warten, bis ich wieder zurück bin. Er hat mir dann trotzdem etwas Zement drauf getan, damit sich da kein Karies bildet und ich mich an der spitzen Kante nicht verletze.

Dann bin ich also mit der Mena zusammen mit dem Zug zu meiner Oma nach Arrezzo (etwa 90km südöstlich von hier) gefahren. Dort hatten wir erstmal einen Caffè bei meiner Tante und ihrer Familie, die zwei Häuser weiter wohnen. Diesmal war auch mein Cousin Marco da, der aber ziemlich schnell wieder verschwand, weil er noch ein Date hatte. Mit den Anderen ging ich dann rüber zum Gratulieren. Ich habe sie wirklich sehr überraschen können. Mena hatte ihr nämlich nicht gesagt, dass ich mitkommen würde, aber sie hat sich natürlich riesig gefreut, dass ich da war. Es gab Eis und Limo und Gesang und viel zu erzählen und etwas Taschengeld für die Zeugnisse meiner Cousins, und weil sie gerade dabei war auch etwas für mein Diplom. Wie Omas halt so sind…

Zum Abendessen fuhren wir wieder nach Hause. Dort angekommen warf ich mich erstmal fix und fertig aufs Bett. Der ständige Klima-Wechsel hatte mich fertig gemacht. (draußen 40 Grad, beim Zahnarzt Klimaanlage, wieder raus, im Zug Klimaanlage, raus, bei Maurizia Klimaanlage, raus, bei meiner Oma Ventilator, raus, Zug, raus, klimatisierter Bus, raus) Nach dem Essen haben wir dann zu dritt einen Film (Il Santo – The Saint) geguckt. Sehr amerikanisch, aber genau richtig seicht, um nicht zu viel denken zu müssen. Ich glaube, ich fange bald mal mit nem italienischen Buch an, wo ich die Filme alle so gut verstehe.

So, und jetzt werde ich mich mal um eure Emails kümmern. Sie stauen sich mal wieder in meinem Postfach…

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