{"id":142,"date":"2006-06-27T17:36:26","date_gmt":"2006-06-27T16:36:26","guid":{"rendered":"http:\/\/atvolution.de\/?p=142"},"modified":"2012-01-07T17:39:42","modified_gmt":"2012-01-07T16:39:42","slug":"halbzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/atvolution.de\/wordpress\/leben\/halbzeit","title":{"rendered":"Halbzeit"},"content":{"rendered":"<p>Halbzeit! Was soll ich sagen? Wie immer vergeht die Zeit viel zu schnell. Dieses Leben hier gef\u00e4llt mir sehr gut, wobei ich nat\u00fcrlich bedenken muss, dass ich hier weder arbeite noch einen eigenen Haushalt f\u00fchren muss. Ich helfe schon viel mit, wasche meine W\u00e4sche, sp\u00fcle mein Geschirr, r\u00e4ume mein Zimmer auf usw., aber die Mena kocht und einmal die Woche kommt eine Putzfrau und putzt die ganze Wohnung. Trotzdem merke ich, dass mir die Distanz sehr gut tut. Die letzten Monate (und vielleicht auch Jahre) waren sehr voll; Beziehung, Freunde, Studium, Arbeit und viel mehr, da bin ich selber oft viel zu kurz gekommen. Jetzt bl\u00fche ich richtig auf und lebe! Und wenn ich nur mal ein paar Stunden irgendwo im Schatten liege und ein Buch lese, oder am Rollenspiel rum feile, ist es f\u00fcr mich eine wahre Energiequelle. Das h\u00e4tte ich nicht so stark erwartet. Vielleicht sollte ich das regelm\u00e4\u00dfig machen, damit ich immer wieder volle Reserven hab!<\/p>\n<p>Gestern habe ich einen puren WM-Tag eingelegt. Diese Woche versuche ich mal, mit Hilfe meines Weckers morgens schon um halb neun aufzustehen, um ein bisschen mehr vom Tag zu haben, weil man mittags ja leider nichts machen kann (au\u00dfer in der Wohnung lesen und schreiben). Aber bisher hatte ich damit noch keinen Erfolg. Weder gestern noch heute konnte ich mich aus dem Bett qu\u00e4len. Ich werde es weiter probieren, aber ich f\u00fcrchte, es wird bei zwanzig nach zehn bleiben!<\/p>\n<p>Aber weiter im Text: Nach einem gem\u00fctlichen Mittagessen, ein bisschen K\u00f6rperpflege und kurzem Besuch im Internet bin ich mit Rucksack in die Stadt gefahren, um Brasilien zu gucken. F\u00fcr die Gro\u00dfleinwand war\u2019s entschieden zu hei\u00df, deswegen bin ich in eine italienische Bar gegangen, wo gleicherma\u00dfen viel Brasilianer und Ghanaer sa\u00dfen. Mittlerweile hat fast jede Bar SKY im Programm (man kann es auch nur f\u00fcr einzelne Spiele buchen) und so ist die Auswahl etwas gr\u00f6\u00dfer. Auch ein paar Leinw\u00e4nde sind dazu gekommen. Die Stimmung war nett, aber nat\u00fcrlich nicht mit der Leinwand vergleichbar. Das Spiel war auch sch\u00f6n, aber ein bisschen zu einseitig f\u00fcr meinen Geschmack, obwohl die Afrikaner sehr gut mitgehalten haben, das mussten selbst die Brasilianer zugeben.<\/p>\n<p>Danach bin ich f\u00fcr ein bisschen Sonne in die Cascine gelaufen, und hab am Arno-Ufer gelesen und geschrieben, und meine beiden Handt\u00fccher gegen die Ameisen verteidigt. Dann habe ich mir in der N\u00e4he eine leckere Pizza Margherita geholt und bin mit dem Bus zur Leinwand gefahren. Was f\u00fcr eine Stimmung, wie viele Menschen. Ich w\u00fcrde fast behaupten, dass mehr Leute da waren, als beim Italien-Spiel, oder sie waren nur lauter. Es waren fifty-fifty Spanien- und Frankreich-Tifosi da, und wir erlebten eine sehr packende und bis zum Schluss spannende Partie mit einem wundersch\u00f6nen Tor von Zidane. Ich traf mal wieder auf eine Gruppe Amerikaner \u2013 was auch sonst \u2013 und wir tranken noch ein paar Bier, bis sie mit ihrem Bus ins Hotel fuhren. Danach noch ein gem\u00fctlicher Fu\u00dfmarsch nach Hause, ein St\u00fcndchen Buch lesen mit Enigma-Musik und gegen zwei sch\u00f6n in die Heia, um mal fr\u00fch aufstehen zu k\u00f6nnen, aber wie gesagt: no chance!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Halbzeit! Was soll ich sagen? Wie immer vergeht die Zeit viel zu schnell. Dieses Leben hier gef\u00e4llt mir sehr gut, wobei ich nat\u00fcrlich bedenken muss, dass ich hier weder arbeite noch einen eigenen Haushalt f\u00fchren muss. 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